Bremerhaven

05D3_6358-kleinEigentlich hätte dieser Beitrag vor Hamburg kommen müssen, den Bremerhaven hab ich auf dem Weg nach Hamburg besucht. Bin aber zu den Bildern erst jetzt gekommen. Der Besuch war auch recht kurz, die Zeit reichte gerade für einen Besuch auf einem Aussichtsturm im Containerhafen und beim Deutschen Schiffahrtsmuseeum sowie der Einkaufsmall.

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Ballonglühen

05D3_07681-kleinIch hatte mir das so einfach vorgestellt: Man fährt nach Landshut, macht ein paar Fotos von beleuchteten Heißluftballons und gut ist. Aber weit gefehlt.

Wenn di Ballons leuchten sollen muß es dunkel sein. Für die Beleuchtung benutzen die Ballonfahrer eine andere Flamme als zum Heizen und lassen diese noch im Takt der Musik flackern. Die Folge: Man hat kein Licht für den Autofokus und es ist reine Glücksache, mal mehrere Ballons gleichzeitig beleuchtet auf den Sensor zu bekommen, wenn man mit kurzen Belichtungszeiten arbeitet. Also umgestellt auf niedrigere ISO-Zahl und lange (ca 10 Sek.) Belichtung. Da ist die Chance schon deutlich größer, dafür sind die Ballons selbst bei wenig Wind sofort verschwommen durch die unvermeidliche Bewegung. Man braucht also einige Versuche, bis man mal ein paar brauchbare scharfe Bilder zusammen hat.

Auch der Standort war nicht optimal für Fotografen, die etwa 10 Ballons standen uns in langer Reihe gegenüber, keine Chance, alle auf einmal auf die Platte zu bannen. Für das nächste Mal werden wir versuchen, aufs Flugfeld zu kommen und die Reihe der Länge nach aufzunehmen, das geht sicherlich besser.

Trotzdem war es ganz lustig fliegende Schafe und Pinguine zu sehen.

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Tabletop

Stillleben mit Wein

Stillleben mit Wein

Eine Woche lang hab ich mich jeden Abend, na ja fast jeden Abend, in der Tabletop-Fotografie geübt. Das Spiel mit Licht und Gläsern hatte mich schon länger gereizt, aber die Möglichkeiten zu Hause waren dafür etwas beengt. Da Christian im Urlaub war und im Sommer immer etwas Flaute im Studio ist, hab ich die Gunst der Stunde genutzt und mich mit viiiieeeeel Krimskrams im Studio breit gemacht. Die Ablage war gerammelt voll, das will was heißen.

Schnell stellte sich raus, dass die Tips aus Youtube, die ich parallel assimiliert habe, nicht den Erwartungen entsprachen. Selbst wenn man alles genau so machte, wurden die Ergebnisse anders. Also hieß es experimentieren. Vorgabe dabei war, Photoshop nur für die Entfernung des unvermeidlichen Staubs aus den Bildern zu nutzen.

Glas auf schwarzer Acrylplatte

Glas auf schwarzer Acrylplatte

So hab ich dann mit dem Experimentieren angefangen. Geholfen haben mir Christian Za. und Peter Sch., den beiden nochmals herzlichen Dank für die Unterstützung. Mit einfachen Bildern mit Gläsern und Flaschen haben wir angefangen. Und nach einiger Übung haben wir auch das schwierigste, ein Glas vor schwarzem Hintergrund, das von Licht eingerahmt wird, hinbekommen. Dazwischen gab es viiiieeeel Wasser und ein Stillleben. Eine Waschmaschine ist voll mit Handtüchern, die Ablage ist gut gezuckert und mein Bild zum Thema Tee hab ich noch nicht einmal angefangen. Mehr als 4-5 gute Bilder schafft man bei den Versuchen an einem Abend nicht und das meiste geht nur bei absoluter Dunkelheit.

Was man braucht ist

  • viel Geduld
  • sehr viel Platz
  • sowohl Studio- als auch  Systemblitze
  • Taschenlampe(n)
  • Glycerin
  • Acryleis
  • Hintergründe
  • Acryl- (spiegelt) und/oder Kunststoffplatten (matt) als Untergrund
  • Wasser, ganz viele Handtücher und Küchenrollen
  • Fensterputzmittel
  • ein gutes Stativ
  • Gläser, Flaschen, Vasen und andere Accessoires
  • Farbstoffe (gut aber teuer ist Druckertinte) und Spritzen

Was sich nicht so bewährt hat sind Dauerlichter, da mit den mir zur Verfügung stehenden Leuchten kein Dimmen möglich war, so dass man die Helligkeit nur über die Distanz regeln konnte. Auch die Zeiten werden für die notwendigen kleinen Blendenöffnungen recht lang, will man nicht die ISO-Zahl zu hoch setzen. Dagegen haben sich die Systemblitze vor allem für Spotlights auf dem Hintergrund gut bewährt. Eine ganz große Hilfe ist der DSLR-Controller auf dem Tablett zum Aufstellen ebenso wie zur Kontrolle der Ergebnisse und zum schnellen Einstellen der Kamera. Was mir noch fehlt ist eine Taschenlambe mit einem wirklich weich abfallenden Lichtkegel.

Hier also die Versuchsergebnisse.

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Hamburg

Obwohl ich aus der norddeutschen Konkurrenzstadt bin und lange in Finkenwerder gearbeitet habe, bin ich bisher noch nicht zu einem Besuch der Stadt Hamburg gekommen. Das wollte ich jetzt als eingemeindeter Bayer nachholen. Für drei Tage habe ich mich im Hotel Nevada einquartiert. Was amerikanisch klingt, war chinesisch eingerichtet und türkisch geführt, aber ruhig, sauber und günstig zur U-Bahn gelegen.

Die drei Tage sind wie im Flug vergangen und haben bei weitem nicht ausgereicht, diese Stadt fotografisch zu erobern. Vieles habe ich nicht geschafft, dafür hat mich das Flair vor allem der Speicherstadt und Hafencity beeindruckt. Beeindruckt war ich auch von der U-Bahn, allerdings mehr wegen ihrer Unzuverlässigkeit. Am schlimmsten aber war für mich St. Pauli. Ich werd wohl nie verstehen, warum Leute in Lokale gehen wollen, die schon von außen so versifft aussehen, dass man die Klinke nicht anfassen mag,  in deren Umgebung es vor Dreck starrt und die von Pennern und Bettlern umlagert werden. Auf der anderen Seite reizt mich fotografisch der Kontrast zwischen dem Kiez und der teilweise recht mondänen und teuren Architektur in diesem Viertel.

Die Hafenrundfahrt mußte ich zwei Mal machen. Vor der ersten Tour hatte ich das Schiff nicht gesehen und saß dann in einem Glaskäfig, der die Fahrgäste spiegelte aber das fotografieren unmöglich machte. Dafür hatte ich auf der zweiten Tour das Vordeck fast für mich alleine. Man muß nur weit genug die Landungsbrücken Richtung St. Pauli gehen, dann sind die Boote leerer.

Hier also meine fotografische Rundreise durch Hamburg.

Alster und Innenstadt

Planten und Blomen

Michel

St. Pauli

Chilehaus und Springeltwiete

Hafenrundfahrt

Speicherstadt

Hafencity

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Versuche mit Farbräumen

05D3_04188vergleichBei einem Bild von meinem Model Mantis habe ich mich geärgert, dass die Farben nicht stimmten. Durch das Blätterdach der Bäume war ein Grünstich im Bild, der sich weder im RAW-Konverter noch in Photoshop vernünftig entfernen ließ. Darüber hinaus waren die Farben flau, die eigenlich lilafarbenen Haare kommen nicht zur Geltung.

Daraufhin habe ich mal mit den verschiedenen Farbräumen gespielt. Erster Schritt war, das Bild statt in Adobe RGB in ProphotoRGB aus dem RAW-Konverter zu laden um mehr Spielraum zu haben. In Photoshop habe ich das Bild dann in den Lab Modus gewandelt, so dass ich Farben und Helligkeit getrennt voneinander regeln kann, und die Farben in diesem Modus mit einer Gradationskurve gesättigt und korrigiert.

Die Tiefen im Efeu entstanden durch eine weitere Ebene im CMYK-Modus, in dem ich nur den Schwarzanteil in einer Gradationskurve eingestellt habe. Diese Ebene habe ich mit einer Maske auf das Efeu begrenzt.

Zum Schluß wurden noch mit Farbton-Sättigung die jetzt zu kräftig gesättigten Hauttöne wieder auf Normalmaß gesetzt.

Spannend daran ist, dass man LAB, CMYK und ProphotoRGB gleichzeitig in einer Photoshopdatei verwenden und auch später jederzeit noch anpassen kann. Das Geheimnis dazu heißt: Smartobjekte.

Der ganze Vorgang ist natürlich deutlich aufwendiger als eine “normale” Farbkorrektur, bei farbstichigen Bildern lohnt sich aber der Aufwand, ebenso wenn einem die eher zurückhaltenden Farben der Kameras zu dezent sind. Werde das ganze demnächst auch mal mit Landschaftsbildern probieren. Wichtig: Nicht vergessen, das Bild vor der Veröffentlichung bzw. vor dem Druck wieder in den passenden Farbraum umwandeln.

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