Windows oder Der Drucker geht nicht

Vorspiel

Helga sagt: der Drucker geht nicht.
Ich sage: Ich schaue nach.
Helgas Computer sagt: der Drucker wird nicht erkannt.
Also Druckertreiber entfernen und neu installieren.
Helgas Rechner sagt: der Druckertreiber wird nicht installiert

Wiederholung der Prozedur mit gleichem Ergebnis. In den Windows Logs findet sich nichts besorgniserregendes. In den Windows Updates werden seit 9 Wochen die gleichen drei Updates jeden Tag neu installiert.  Der Drucker kommt an meinen Rechner, dort läuft er einwandfrei weiter.

Sohn sagt: Ich schau mal nach.
Sohn sagt: Fehler im Updateprozess. Kann auch nicht auf einen Wiederhersetllungspunkt zurück, da Fehler schon zu alt.
Ich sage: Ich schaue noch mal nach.

Ich finde einen Fehler im Update von Silverlight. FixIt installiert und schon ist dieses Problem gelöst. Leider sind die anderen beiden Updates noch immer da und installieren sich neu.

Tag 1

Helgas Computer sagt: der Explorer funktioniert nicht mehr.
Ich sage: Ich frage den befreundeten Helpdesk.
Der Helpdesk sagt: Kann nicht helfen, Windows neu installieren.
Ich sage: jetzt bleibt nur noch die Neuistallation. Wo ist denn die Windows CD?
Helga sagt: es gibt keine.
Ich sage: Dann installieren wir von der OEM-Partition auf der Festplatte.
Helgas Computer sagt: Bluescreen.
Ich sage: Ich installiere ein anderes Windows

Also alle Daten gesichert. Zwei stunden später die Windows-CD eingelegt und Windows neu installiert. Windows funktioniert wieder.

Helgas Rechner sagt: Kein Netzwerk verfügbar.Ich sage: da muss ich wohl noch einen Treiber installieren, aber welchen.
Computernamen aufgeschrieben.
Treppe runter
Im Internet nach dem Hersteller und dem Computer gesucht.
Hersteller sagt: Computermodell nicht bekannt.
Ich sage: Fluch (kann hier nicht wiedergegeben werden)
Webseiten sagen: richtiger Computername steht seitlich auf kleinem Etikett am Computer.
Treppe rauf
Computer sagt: Etikett vorhanden
Etikett ist so klein geschrieben, dass zwei erwachsene Leute mit einer Lupe 10 Minuten vor dem Computer sitzen und versuchen, die Ziffern zu entziffern.
Treppe runter
Hersteller sagt: Computermodell gefunden
Ich sage: runterladen
Mein Computer sagt: kein Internet.
Treppe rauf, Tee geholt.
Treppe runter.
Mein Computer sagt: Kein Internet.
Treppe rauf, Tee geholt.
Treppe runter.
Mein Computer sagt: Treiber runtergeladen
Treppe rauf
Treiber installiert.
Helgas Computer sagt: Netzwerk gefunden.

Ich sage: Jetzt müssen wir nur noch die Windows Updates installieren.
Helgas Computer sagt: 101 Updates gefunden
Installation angeschoben.
Helgas Computer sagt. Weitere 70 Updates gefunden.

Jetzt weiß ich, dass der Computer wieder geht. Hoffentlich weiß das auch der Drucker.

Tag 2

Helgas Computer sagt: Druckertreiber installiert
Ich stecke den Stecker des Druckers in die Steckdose.
Die Steckdose sagt: Buff (ein heller Blitz erscheint)
Helgas Computer sagt: nichts mehr
Die Elektrik der Etage sagt: auch nichts mehr. Kurzschluß

Daraufhin fahre ich in einen Elektronikmarkt und kaufe eine neue Verteilersteckdose

Die neue Steckdose sagt: Ich funktioniere
Helgas Rechner sagt: ich habe wieder Strom, Windows funktioniert noch.
Ich sage: dann kann ich ja den Scanner installieren

Die CD des Scanners wird installiert, Dauer 30 Minuten, weil parallel 120 Updates installiert werden.
Scanner angeschlossen

Helgas Computer sagt: der Scanner wird nicht erkannt.Die Webseite des Herstellers sagt: Windows 64 wird für diesen Scanner nicht unterstützt.
Ich sage: Fuck Eps…
Ich lade den Treiber für Windows 32 runter und versuche mein Glück
Scanner anschließen
Helgas Computer sagt: Treiber istalliert
Helgas Computer sagt: Der Scanner kann nicht erkannt werden
Helgas Computer sagt: Das Gerät kann jetzt benutzt werden
Helgas Computer sagt: Der Scanner funktioniert jetzt
Helgas Computer sagt: Es stehen weitere Updates für den Rechner bereit.

Als nächstes ist das Bankprogramm dran. Den Kartenleser hat Windows schon erkannt und auch den Treiber installiert. Das Bankprogramm ist schnell auf dem Rechner. Die Daten sind auch gesichert und damit die Kontenlisten wieder hergestellt. Also Aktualisierung versucht.
Helgas Kartenleser sagt: ich werde nicht erkannt
Ich sage: Verdammte …. (kann hier nicht wiedergegeben werden)
Ich versuche, den USB-Anschluß zu wechseln, kein Erfolg. Also auf die Webseite des Herstellers, den Treiber heruntergeladen (Firma Reinert SCT ist vorbildlich!) und istalliert.
Helgas Computer sagt: Der Kartenleser kann jetzt verwendet werden.
Das Bankprogramm sagt: Der Kontostand wurde aktualisiert.
Ich sage: Geht doch!

Das nächste Bankprogramm wird installiert (für die Verwaltung von Vereinskonten). Installation klappt problemlos, die Lizenzdaten werden nicht abgefragt.
Ich sage: wo sind denn die Sicherungsdaten?
Helga sagt: Auf Laufwerk D
Laufwerk D sagt: Letzte Sicherung von 2010
Helga sagt: Mist, war wohl doch auf C
Ich sage: War !

Nun ist noch das Datensicherungsprogramm dran. Aus dem Internet die letzte Version runtergeladen, das Profil erstellt…, ach nein, erst das Sicherungslaufwerk vom Server wieder anbinden.
Ich sage: Wenn das man geht, ich hatte immer Probleme darauf zuzugreifen
Helgas Computer sagt: Laufwerk W angebunden
Ich sage: Hää, kein Passwort?
Helgas Computer sagt: Dateien werden angezeigt.

Es gibt noch lichte Momente und die Datensicherung funktioniert auch. Verloren gegangen ist auch Helgas Adressbuch im Emailprogramm. Danke an alle Firmen, die so tatkräftig zu Zeitverschwendung beigetragen haben.

Helgas Rechner sagt: Es stehen Updates zur Installation bereit.
Ich verlasse schreiend das Haus und gehe auf Wanderschaft.

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U-Bahn München

05D_57221-kleinNach langer Zeit habe ich mit drei Freunden wieder eine Tour durch die Münchener U-Bahn gemacht. Passend zum Wetter sind wir für rund 7 Stunden in den Münchener Untergrund verschwunden. Die MVV hat – freundlich wie immer – wieder eine Genehmigung zum Fotografieren erteilt, die wir zum ersten Mal nicht gebraucht haben.
Die angelaufenen Stationen waren dieses mal recht eng begrenzt, wir haben nur den nördlichen Teil der Linien U2 und U1 besucht, darunter auch einige Stationen, bei denen wir noch nicht waren.

ScreenShot 063 netz14_Version_DB_13.08.13.pdf (SECURED) - Foxit Reader

Bei der Gelegenheit habe ich das erste mal intensiv mein extremes Weitwinkel 16-35mm eingesetzt. Die teiweise geäußerte kritik an dem Objektiv bezüglich der Schärfe in den Ecken kann ich einmal weniger nachvollziehen. Bei Blende 8 war davon nichts zu spüren, bei Blende 2,8 reicht natürlich die Schärfentiefe nicht aus, um den gesamten Bildbereich scharf zu bekommen. Es stellte sich allerdings heraus, dass es extrem schwierig ist, bei diesem Objektiv das Motiv gerade und ggf. symmetrisch einzufangen. Durch den großen Bildwinkel sind Abweichungen auf dem Vorschaubild so gering, dass sie zum einen schwer zu erkennen sind, zum andern sich noch schwerer durch veränderte Einstellungen beheben lassen. Ein Stativ mit Kugelkopf ist dabei die ungünstigste Lösung, so wie man ihn löst, sind alle Einstellungen wieder weg. Hier würde sich ein Stativkopf mit Einstellschrauben sicherlich wesentlich besser bewähren. Auch eine Wasserwaage in der Kamera tut hier gute Dienste.

Zur Vorbereitung hatten wir uns einige Bilder von Nick Frank angesehen, die uns von der Perspektive her sehr gut gefallen haben. Praktisch nachvollzogen zeigte sich, dass es diese Perspektiven in der Realität so nicht gab. Vor allem die Symmetrie in seinen Bildern war per Photoshop künstlich durch Spiegelung erzeugt, störende Rolltreppen oder andere Elemente entfernt worden. Ich habe ein Bild in der gleichen Art und Weise bearbeitet, weil mich die fehlende Symmetrie durch eine Rolltreppe auf der Seite auch gestört hat. Alle anderen Bilder sind aber nur bezüglich Helligkeit, Farbe und Ausrichtung abgepasst.

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Mantis

Catwoman

Catwoman

Vor lauter Fotografieren bin ich in letzter Zeit gar nicht mehr zum Veröffentlichen gekommen. Jetzt wirds wieder etwas ruhiger und daher hier mal wieder etwas Neues. In diesem Fall Bilder von Mantis, einem sehr vielseitigen Gothic-Model.

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Hallia Venezia 2014

05D_56417-kleinAm Sonntag war es wieder soweit, das närrische Treiben nähert sich seinem Höhepunkt, in Venedig türmen sich die Touristen. Und weil dort immer so überlaufen ist gibt es eine Konkurrenzveranstaltung in Schwäbisch Hall: Hallia Venezia. Dort laufen ab 12 Uhr Mittags die maskierten durch die Stadt um sich ab 14 Uhr auf der Treppe von St. Michael gegenüber dem Rathaus zu versammeln. Bei schönstem Sonnenschein, blauem Himmel und 10 Grad, also Biergartenwetter, hatten sich dieses Jahr wesentlch mehr Besucher eingefunden als üblich, die Bedienungen der der Restaurants und Dönerbuden kamen ordentlich ins Schwitzen.

Für Fotografen sind die bunten Verkleidungen und Masken natürlich ein Fest. Enstsprechend viele Fotografen waren auch auf der Veranstaltung, darunter die halbe Ingolstädter Fotografenszene. Zum Fotografieren war das Wetter nicht unbedingt optimal, durch die Sonne war es extrem hell (bei ISO 100, Blende 2,8 reichte 1/8000) und das Licht sehr kontrastreich. Wenn man aber ein wenig Ausdauer mitbrachte, konnte man viele Masken im Schatten erwischen. Hier meine Ausbeute.

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Schlittenhundrennen in Inzell

Am Samstag hatte ich mich mit den Fotofreunden zu einer Tour nach Inzell verabredet. Dort findet alljährlich ein Schlittenhundrennen statt, ein Ereignis, das für Fotografen immer für spektakuläre Bilder gut ist. Es waren bedeckter Himmel aber keine Niederschläge angesagt im Wetterdinest. Bei der Abfahrt, morgens um sieben, war es in Ingolstadt noch ziemlich nebelig, aber gut zu fahren. Die erste Hiobsbotschaft kam von Freund Chris, den wir ab Holledau mitnehmen wollten. Auf dem Rasthof herrschte absolutes Chaos und es gab keine Parkplätze mehr. Wir fanden dann doch noch einen auf dem P+R-Platz etwas abseits. Doch was sich hier schon andeutete: Es war brechend voll auf der Autobahn, ab München bis zum Inntaldreieck nur noch Stop and Go. Mit einer Stunde Verspätung kamen wir aber noch weitgehend rechtzeitig zum Rennbeginn. Dafür zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite, die Sonne schien, es war blauer Himmel und die Temperatur stieg so, dass wir die dicken Jacken eigentlich hätten ausziehen müssen.

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Während des Rennens stellte ich dann fest, dass meine schon etwas ältere Canon 5D MKII für die schnellen Bewegungen dieser Hundegespanne nicht wirklich geeignet ist. zu wenige und langsame Autofokuspunkte, zu geringe Serienbildrate und zu langsame Schreibgeschwindigkeit der Daten. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mein Glück mit Einzelbildern zu versuchen. Die ersten Schüsse waren entsprechend missglückt, aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich an die Bewegungen und weiß, worauf man zielen muß, so fiel das Ergebnis doch besser aus als erwartet. Dabei habe ich auch gemerkt, dass mir noch viel Erfahrung mit dem Fokus-Verfolgungssystem der Kamera fehlt, muß ich unbedingt nachholen.

Bewärt hat sich dagegen, bei solch konstanten Lichtbedingungen mit manueller Belichtung zu arbeiten. Einmal anmessen, ggf. noch mal für den Schnee korrigieren, und man konnte fast den ganzen Tag mit gleichmäßigen belichteten Bildern rechnen. Ausschuß in bezug auf Belichtung Null.

 

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