Versuche mit Farbräumen

05D3_04188vergleichBei einem Bild von meinem Model Mantis habe ich mich geärgert, dass die Farben nicht stimmten. Durch das Blätterdach der Bäume war ein Grünstich im Bild, der sich weder im RAW-Konverter noch in Photoshop vernünftig entfernen ließ. Darüber hinaus waren die Farben flau, die eigenlich lilafarbenen Haare kommen nicht zur Geltung.

Daraufhin habe ich mal mit den verschiedenen Farbräumen gespielt. Erster Schritt war, das Bild statt in Adobe RGB in ProphotoRGB aus dem RAW-Konverter zu laden um mehr Spielraum zu haben. In Photoshop habe ich das Bild dann in den Lab Modus gewandelt, so dass ich Farben und Helligkeit getrennt voneinander regeln kann, und die Farben in diesem Modus mit einer Gradationskurve gesättigt und korrigiert.

Die Tiefen im Efeu entstanden durch eine weitere Ebene im CMYK-Modus, in dem ich nur den Schwarzanteil in einer Gradationskurve eingestellt habe. Diese Ebene habe ich mit einer Maske auf das Efeu begrenzt.

Zum Schluß wurden noch mit Farbton-Sättigung die jetzt zu kräftig gesättigten Hauttöne wieder auf Normalmaß gesetzt.

Spannend daran ist, dass man LAB, CMYK und ProphotoRGB gleichzeitig in einer Photoshopdatei verwenden und auch später jederzeit noch anpassen kann. Das Geheimnis dazu heißt: Smartobjekte.

Der ganze Vorgang ist natürlich deutlich aufwendiger als eine “normale” Farbkorrektur, bei farbstichigen Bildern lohnt sich aber der Aufwand, ebenso wenn einem die eher zurückhaltenden Farben der Kameras zu dezent sind. Werde das ganze demnächst auch mal mit Landschaftsbildern probieren. Wichtig: Nicht vergessen, das Bild vor der Veröffentlichung bzw. vor dem Druck wieder in den passenden Farbraum umwandeln.

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Mallorca – Insel

05D_58958Neben der Modelfotografie habe ich mir auch einen Tag Zeit genommen, um die Insel noch etwas mehr zu erkunden. Das reichte allerdings gerade, um mit dem Auto eine Tour in die Berge zu machen. Die Insel ist doch größer als ich es mir vorgestellt hatte. Doch die Bergtour ist auf jeden Fall die Zeit wert. Von Santa Ponsa aus ging es direkt in die Berge, immer der Küstenstraße nach bis Valledemossa und von dort im Inselinnern wieder zurück.

In der Galerie sind aber auch Bilder enthalten, die ich während unserer Shootingtouren auf der Insel gemacht haben. Vor allem Valdemossa hat es mir angetan, der Ort liegt wunderschön zwischen den Bergen und hat trotz der Touristenmassen ein sehr eigenes Flair.

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Mallorca – Romy und Iris

05D_59275-kleinJetzt komme ich endlich dazu auch die weiteren Bilder aus Mallorca hier zu zeigen. Es sind allerdings so viele, dass ich hier nur einen Ausschnitt zeigen kann. Unterwegs war ich mit Romy und Iris, zwei professionellen Fashionmodellen. Iris ist außerdem als Moderatorin und Reiterin bekannt.

Mit den beiden habe ich sowohl die Strände ab morgens um 6:30 Uhr (und das mir!) als auch den romantischen Ort Valdemossa und das fotografisch wie wohntechnisch schöne Hotel Fergus in Santa Ponsa unsicher gemacht. Danke an die beiden fürs Mitmachen und die tollen Ergebnisse.

Alle Bilder sind mit available Light gemacht, es wurde maximal ein Aufheller verwendet.

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Gothic in Regensburg

Kopie von 05D3_04036sw-kleinPfingsten war es eigentlich zu heiß, um sich von der Kühle des Hauses weg zu bewegen oder überhaupt zu bewegen. Doch ein neues Kleid von Model Questitia mußte unbedingt fotografiert werden, und so haben wir zusammen mit ihrem Freund eine Tour durch Regensburg gemacht. Zwei Fotografen mit großen Objektiven und Kameras sowie ein Model in gothicgerechtem Schwarz verursachen in der Altstadt fast gar kein Ausehen, daher mußten wir erst einmal die Spontanshootings von ein paar Japanern über uns ergehen lassen und auch den einen oder anderen heimlichen Mitfotografen im Zaum halten. Erstaunlicherweise war es in den Gassen trotz der Hitze recht dunkel, ISO 400 bei Blende 2,8 hätte ich nicht erwartet. Dabei hat sich aber die neue Kamera sehr gut geschlagen, sowohl in Bezug auf das Rauschen als auch in Hinblick auf den Autofokus. Entstanden sind einige Bilder, denen man die Hitze nicht mehr unbedingt ansieht, sondern die eher ins Gothicmilieu passen.

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Frankreichrundfahrt – Comté

Boussac

Boussac

Am meisten überrascht hat uns das Franche-Comté in der Umgebung von Besancon. Wir waren auf der Hinfahrt schon nördlich der Autobahn in Boussac auf dem Campingplatz und fanden die Landschaft sehr schön, aber den Ort eher langweilig. Auf der Rückfahrt haben wir dann südlich der Autobahn den Ort Chateau Chalon durchquert, ein Weinbauerndorf wie aus dem 16. Jahrhundert, auf einem Hügel gelegen, teilweise terassenförmig angelegt und mit einem herrlichen Ausblick auf die umliegenden Weinberge. Der komplette Rundweg durchdas Dorf ist mehr als 4km lang und lohnenswert.

Les Planches pre Arbois

Les Planches pre Arbois

Bei der Weiterfahrt haben wir an einem völlig unscheinbaren Rasthaus Mittag gemacht und dort die zur Ansicht liegenden Fotobücher studiert. Einen Wasserfall in dem Buch fanden wir besonders schön. Die Kellnerin sah das im Vorbeigehen und meinte, das sei gleich hinter dem Haus, nur ein paar Meter. Wir hatten zwar ein Schild zu einer Aussicht gesehen, aber keinen Hinweis auf ein Katarakt. Auf Nachfrage erklärte sie uns den Weg dorthin. Den Weg zur Aussicht sind wir dann auch noch gegangen, und waren überrascht, dass direkt hinter der kleinen Raststätte die Loue eine tiefe Schlucht in  die Landschaft gefressen hatte. Daraufhin sind wir nicht nur zum Wasserfall gefahren sondern durch den Ort Lods der Loue bis zur Quelle gefolgt. Auch die ist etwas besonderes, denn die Quelle ist nicht etwa ein kleines Rinnsal sondern kommt mit ca. 12m Breite aus einer Höhle im Felsabsturz des Louetales.

Im Comté haben wir noch lange nicht alles gesehen, es lohnt sich sicherlich dort noch einmal hinzufahren. So weit ist es ja nicht.

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